Tourpreis: 425,- €

Bergseen Tour im Renoso Massiv

Bei dieser Wanderung wird der Schwerpunkt auf den Bergseen im Monte Renoso Massiv liegen. Der Monte Renoso gehört zu den 5 bedeutensten Bergen Korsika´s. Das Gebiet war in der Würmeiszeit das südlichste vergletscherte Gebiet von Korsika, dadurch ist eine Vielzahl an Bergseen entstanden. Auch die für Korsika grossen Wiesenflächen und Pozzine sind besonders in dieser Region.

  • Lac de Bastiani (2089 m) in einem Hochkar versteckt hinter einer Randmoräne.
  • Lac´s de Rina (1806 m + 1882m) 2 Seen in einem Hochtal
  • Pozzi´s (ca. 1800m) saftig grüne Feuchtwiesen
  • Lac de Vitalaca (1777 m) in einem engen Kessel Quelle des Prunelli´s
  • Lac de Bracca (2085 m) einer der höchst gelegensten Bergseen
  • Lac´s de Pozzolu (1870 m) kleine Seenlandschaft aus Pozzinen

Nach einer Tageswanderung zu einer wunderschoenen Badegumpe, der vielleicht kleinsten Form von "Bergseen" auf Korsika, werden wir bei einer 4 Tages - Rundwanderung die verschiedenen Bergseen ansteuern.

Diese Wanderung hat zum Teil lange Wanderetappen und teilweise Wegloses Gelände. Wir bewegen uns in Höhen zwischen 800 m und 2352 m. Sie hat sich in den letzten Jahren zu unserer persönlichen Lieblingstour im Sommer entwickelt.

  • 24. - 30.7. 2010
Tourverlauf:

7 Reisetage ; 6 Nächte ; 5 Wandertage

Übernachtung:

1 x Gite ; 2 x Zelt, 3 x Basiscamp

Anforderungen: +

4 - 6 Stunden Laufzeit

Was eigentlich sind "Pozzis" - die blaugrünen Hochgebirgsoasen?

"1910 hat der Botaniker Briquet den Begriff Pozzines in die Fachliteratur eingeführt. Er setzt sich aus dem korsischen Wort pozzi (Brunnen, Wasserlˆcher) und der Endsilbe -ine (abgeleitet von alpine) zusammen und bezeichnet kurzrasige Flachmoorwiesen, die von mehr oder weniger tiefen Tümpeln übersät sind. Die elliptischen oder unregelmäßig geformten Wasserlöcher stehen mit einem oft mäandrierenden Abflufl in Verbindung, der den Boden entwässert und die Wiesenbildung befördert.

Entstanden sind die Moore auf wasserundurchlässigem Felsuntergrund, der - von Gletschern zu Wannen ausgehobelt - in großen Mengen Schmelzwasser auffängt. Es ist daher kein Zufall, dass die Feuchtwiesen im früher stark vergletscherten Hochgebirge (über 1700 m) und häufig am Rand von Gebirgsseen auftreten. Sie makieren nämlich ein - ästhetisch besonders reizvolles - Zwischenstadium im jahrtausendelangen Verlandungsprozefl, der die mit Schutt aufgefüllten Gletscherseen allmählich in Almen verwandelt. Auf den dauerfeuchten Böden bildet sich eine Pflanzendecke aus Moosen, Riedgräsern und Binsen, die auf Schattseiten in Erlengebüsch übergeht. (aus: Korsika / Alo und Nikolaus Miller. 1993)